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Muss es immer ein Quarter Horse sein???????
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Bei der Überlegung, welcher Pferderasse ich mich zuwende, sollte an erster Stelle der Verwendungszweck des Pferdes stehen. 

Sicherlich kann man auch mit einem Traber zum Beispiel. Westernreiten, aber dafür wurde er nun einmal nicht gezüchtet. Er wurde zum Ziehen eines Sulkys gemacht und so ist auch sein Exterieur. Kein Springreiter käme auf die Idee, sich zum Zwecke des Springens ein Shirehorse zuzulegen. Es macht einfach keinen Sinn, da die Anforderungen immer auf einen bestimmten Typ Pferd zugeschnitten sind und eine andere Rasse da kaum Erfolg haben wird.

Nun kommt immer wieder der Einwand, dass ein Rassepferd ja überproportional teuer ist. 
Mitnichten. 

Jedes gut gebaute Pferd hat seinen Preis. Auch ein gut gebauter Traber, der seine Erfolge auf der Rennbahn erzielt, kostet sehr viel Geld. So viel Geld, wie er bis zu diesem Zeitpunkt auch gekostet hat.  Die Kosten setzen sich zusammen aus:  beste Stute, Ausbildung des Pferdes, Decksprung, Tierarzt, Hufschmied und Aufzucht. 

Was aber viel wichtiger ist und sehr oft sträflich vernachlässigt wird; der Anschaffungspreis eines Pferdes ist allemal verschwindend gering gegenüber den weiteren kosten. 
Egal ob das gekaufte Pferd nun 2000,-- € oder 20.000,-- € kostet. Die monatlichen Kosten belaufen sich bei einigermaßen  guter Haltung auf min. 163,-- € /Monat. Darin enthalten sind Hufschmied, Wurmkuren, Impfungen, Versicherung und ein Minimum an Futter. Dies bedeutet, dass pro Jahr rund 1.956,-- € Kosten auf mich zu kommen wenn nichts Gravierendes geschieht. Rechnet man, dass ein Pferd 25 Jahre alt wird bedeutet dies einen Betrag von 48.900,-- €. Das stimmt natürlich nur, wenn die Kosten gleichbleibend sind. Was aber sicherlich nicht so ist.
Dazuzurechnen sind Kosten für Equipment und die Ausbildung von Pferd und Reiter. 
 

Alle Kosten, mit Ausnahme des Pferdekaufes, sind für ein gut gebautes und ein schlecht gebautes Pferd gleich. 
Ausnahme: die Ausbildung des Pferdes. Aufgrund eines schlechteren Exterieurs kostet es deutlich mehr Zeit und damit Geld, solch ein Pferd zu trainieren als ein gut gebautes. Gut gebaut immer im Sinne der Nutzung. 
 

Anzumerken bliebe noch, dass ein gut gebautes Pferd die ihm zugemutete Belastung, ob nun Reiten oder Sulky, gesundheitlich sehr viel besser weg steckt als ein schlecht gebautes. 

Was wiederum Folgekosten in Form von Tierarztrechnungen usw. mit sich zieht.

Fazit: 

Der Kaufpreis eines Pferdes ist in der Regel gemessen an den Folgekosten marginal.  Deshalb sollte man gut abwägen, ob nicht das im ersten Moment teurere Pferd unter dem Strich das „preiswertere“ ist. Ein Pferdekauf ist eine Sache, die man/Frau mit Herz und Verstand durchführen sollte.

 

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