Hallo
an das ganze Team!
Wir hatten
eine tolle Woche bei Euch und ich kann euch versprechen, wir kommen mit
Sicherheit noch einmal.
Und all
denen, die in diesem Gästebuch stöbern, so wie ich es auch getan
habe, um mehr über die Ranch als Ferienziel zu erfahren, hier ein
(langer) Erfahrungsbericht, wie es mir in dieser Woche ergangen ist:
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| Ich
bin in dem Glauben auf die Ranch gekommen, dass ich mit meinen fünf
Jahren Erfahrung als Reiter eigentlich ganz ordentlich reite, auch wenn
ich sicher noch einiges lernen könnte. Aber eben nur könnte,
nicht müsste. Und mein Umgang mit meinem 11 jährigen Wallach
(Pepper) könnte doch bestimmt gar nicht besser sein. Immerhin habe
ich ja nur seinetwegen mit dem Reiten angefangen. Das ein oder andere Problem
liegt halt an seinem Dickkopf, aber doch nicht an mir. |
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Naja,
mir wurde recht schnell deutlich, dass da was an meiner Einschätzung
nicht stimmt. Und das ich das ändern kann.
Es fing
schon damit an, daß mir gezeigt wurde, wie ein respektvoller Umgang
beim Führen am Strick in alltäglichen Kleinigkeiten aussehen
sollte, und dass dies Pferd und Reiter mehr Sicherheit gibt. Wer führt
wen? Wohin wende ich mein Pferd? Wer bestimmt das Tempo?.... Wie gesagt,
nur Kleinigkeiten, aber dennoch wichtig. Und alles ganz ruhig und sachlich,
ohne Zwang, und ohne mir das Gefühl zu geben, wie unwissend ich sei.
Echte Hilfen halt.
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Mit
dem Reiten ging es dann weiter. Ich kann hier unmöglich alles auflisten,
was ich in der Woche an neuem gelernt habe, oder welche lang vergessenen
Dinge, mir wieder in Erinnerung gebracht wurden. Dann wäre ich Stunden
mit schreiben beschäftigt, denn der Umgang mit Pferden war natürlich
das alles beherrschende Thema in der ganzen Woche.
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Sei es
in den Reitstunden, beim Frühstück, Mittag- oder Abendessen,
der gemütlichen Runde am Abend oder beim Betrachten der anderen Reiter
und Pferde auf dem Platz. Immer gab es Neues zu lernen, wenn ich zuhören
wollte. Nichts wurde mir aufgedrängt oder als selbstverständlich
vorausgesetzt.
Um es
abzukürzen, Zuhören war die entscheidende Lektion für mich
in dieser Woche. Nicht unbedingt zuhören, was mein Reitlehrer mir
erzählt (Sorry, Norbert!), sondern zuhören, was mein Pferd mir
sagt. Denn Pepper habe ich unrecht getan, sooft ich gemeint habe, er sei
dickköpfig und widersetzlich. Nur mit Druck wäre ihm beizukommen.
In dieser
einen Woche durfte ich selbst erleben, was ein etwas anderer Umgang mit
meinem Pferd für enorme Veränderungen bewirken kann. Alle Dinge,
bei denen ich mit Pepper Probleme hatte, lagen nicht daran, dass er stur,
unsensibel oder faul ist (was ich ihm bisher unterstellt habe), sondern
daran, daß ich mich für Ihn unklar oder widersprüchlich
ausgedrückt habe. Er hat nur versucht sich aus dem Wust von wirren
Signalen, die ich ihm gegeben habe, das herauszusuchen und umzusetzen,
von dem er meinte, es sei das richtige.
Ein Beispiel:
Galopptraversen
Bisher
ein echter Kraftakt für Pepper und mich, denn ich habe versucht ihn
mit Zügel, Hilfszügel und Sporen gegen meinen Sitz im Galopp
in eine Traverse zu zwingen. Ohne Erfolg natürlich.
| Und
er hat versucht trotz der ganzen Behinderungen durch Zügel, Hilfszügel
und Sporen meinem Kommando durch den Sitz zu folgen. Und das war ganz klar:
„Gib Stoff, Junge. Kachel schnurgeradeaus, und am besten mit maximalem
Tempo.“ Bei mir oben im Sattel kam als Reaktion an: „Der Mistbock will
nicht. Er hat sich wieder das Gebiss zwischen die Zähne geklemmt,
den Kopf hoch gerissen und geht voll gegen den Zügel. Aber okay, dann
eben mehr Sporen, der wird schon seitlich laufen.“ Und Pepper verstand:
„Noch schneller!“ |
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Naja,
das Ergebnis war eine Katastrophe, aber zum Glück immer ohne Verletzte
(Danke Pepper).
Nach
unserer Woche Urlaub auf der Ranch haben wir das gleiche wieder versucht.
Galopptraversen. Ich muss gestehen, es hat zwei mal nicht geklappt, er
ist weiter geradeaus galoppiert. Aber meine Reaktion war nicht, ihn mehr
zu treiben, sondern ganz ruhig zu bleiben, und Pepper blieb es auch. Kein
Stress, keine Panik, aber leider auch noch keine Traverse. Später
habe ich mir überlegt, was habe ich falsch gemacht? Wieso ist der
blöde Zaun am Ende der Reitbahn immer weiter auf mich zugekommen?
Wieso habe ich den Zaun überhaupt gesehen? Hätte ich nicht eigentlich
in die Richtung schauen sollen, in die ich Reiten wollte? Und wenn ich
das nicht getan habe, wie war dann mein Sitz? Das Ganze noch einmal in
Gedanken durchgespielt, dabei auf meine Gewichtsverlagerung geachtet und
siehe da. Pepper konnte gar nicht anders als geradeaus laufen, denn das
war die Richtung die ich mit meiner Gewichtshilfe vorgegeben habe. (Zitat
Norbert: „Der hört einfach nur auf Deinen Hintern, also setzt dich
richtig, dann klappt's“) Und sicher ist, wenn wir das nächste mal
Galopptraversen probieren, dann werde ich dahin schauen, wohin ich reiten
will. Und entsprechend sitzen.
Dies
ist nur eine kleine Veränderung im Umgang mit Pepper, bei anderen
Dingen haben sich auch direkt Erfolge eingestellt. Und das beste ist: Pepper
ist das zufriedenste und umgänglichste Pferd, dass man sich nur wünschen
kann.

So, und
wenn Ihre jetzt keine Ahnung habt, was auch auf der Ranch erwartet, die
hatte ich auch nicht, aber es war klasse.
In diesem
Sinne besonders Dir, Norbert, vielen Dank für deine Mühe, Hilfe
und Geduld.
Mit besten
Grüßen,
Arne
Anmerkung
der Triple-D-Ranch:
Ein
solcher Erfolg wie Arne ihn in dieser Woche erzielt hat ist eher ungewöhnlich.
Dies ist nur mit seinem hohen Engagement und seinem Verständnis über
den Zusammenhang zu erklären. Es hat allen sehr großen Spaß
gemacht, am meisten Pepper. Der ist in einer Woche zu einem rundum zufriedenen
Pferd geworden.